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Archiviert: 08.05.2026

Trinkwasser ist Wasser fĂŒr den menschlichen Bedarf. Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel, es kann nicht ersetzt werden (Eingangs- und Leitsatz der DIN 2000). Daher ist es ein besonders zu schĂŒtzendes Gut und ein Teil der DaseinsfĂŒrsorge.[2] Die Wasserbeschaffung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser ist Aufgabe der Wasserwirtschaft.

Definition und Anforderungen

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Als Trinkwasser ist jedes Wasser definiert, das zum

oder insbesondere zu den folgenden hÀuslichen Zwecken bestimmt ist:

  • Körperpflege und -Reinigung,
  • Reinigung von GegenstĂ€nden, die bestimmungsgemĂ€ĂŸ mit Lebensmitteln in BerĂŒhrung kommen (GlĂ€ser, Geschirr, Besteck) oder
  • Reinigung von GegenstĂ€nden, die bestimmungsgemĂ€ĂŸ nicht nur vorĂŒbergehend mit dem menschlichen Körper in Kontakt kommen (Kleidung, WĂ€sche)[3]

Trinkwasser ist SĂŒĂŸwasser mit einem so hohen Reinheitsgrad, dass es – gemĂ€ĂŸ den definierten GĂŒteanforderungen – fĂŒr den menschlichen Gebrauch als geeignet eingestuft ist, insbesondere zum Trinken und zur Speisenzubereitung. Trinkwasser darf nur die Stoffe oder Organismen enthalten oder in bestimmten Mengen enthalten, fĂŒr die es entweder keine Grenzwertfestlegungen gibt oder fĂŒr die festgelegte Grenzwerte nicht ĂŒber- oder unterschritten werden. Nicht enthalten sein dĂŒrfen z. B. krankheitserregende Mikroorganismen. Mineralstoffe sollten in einer Mindestkonzentration enthalten sein. Keine Grenzwertfestlegungen gibt es fĂŒr viele chemische Schadstoffe (s. Schadstoffbelastung). Anforderungen der Keimfreiheit am Entnahmeort (Verbraucher) erzwingen unter bestimmten Bedingungen (Gewinnungsort, LeitungslĂ€nge) dauerhafte oder bedarfsgerechte Desinfektionsmaßnahmen, was (etwa durch Chlorungsverfahren) innerhalb o. g. Grenzwerte chemische Kontamination impliziert.

Die GĂŒteanforderungen an Trinkwasser sind in Deutschland in der DIN 2000, in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) und in der „Allgemeinen Verordnung fĂŒr die Versorgung mit Wasser“ (AVBWasserV) festgelegt.[4]

Wasser ist in Deutschland kein Mangelartikel und kann in ausreichenden Maß dem Wasserdargebot entnommen werden. Im Gegensatz zu anderen natĂŒrlichen Ressourcen wird Wasser nicht verbraucht, sondern nur gebraucht. Es kann dabei verunreinigt werden und ist dann eventuell mit Schadstoffen belastet. Die gesamte Wassermenge der Erde in allen AggregatzustĂ€nden bleibt gleich, lediglich die Verteilung zwischen den Umweltkompartimenten Ă€ndert sich. Nur eine Ă€ußerst geringe Menge des Wassers entweicht als Wasserdampf aus der LufthĂŒlle in das Weltall.

Der Wasserbedarf des Menschen variiert je nach körperlicher Verfassung, Körpermasse, AktivitĂ€t, Umgebungstemperatur, Umgebungsluftfeuchtigkeit und anderen Faktoren. Der Mensch nimmt Wasser in Form von GetrĂ€nken und Speisen zu sich und gibt es mit Urin, Kot, Schweiß und Atemluft ab. Wasser entsteht im Körper beim oxidativen Abbau von organischen Nahrungsstoffen.

Die WHO gibt bei „hohem Bedarf“ eine TrinkwasserbedarfsschĂ€tzung von etwa zwei Litern je Tag fĂŒr einen 60 kg schweren Erwachsenen und von einem Liter fĂŒr ein Kind mit 10 kg Körpergewicht an.[5] Der FlĂŒssigkeitsbedarf kann ergĂ€nzend durch Trinken ausreichender Mengen von Saft, Milch oder Kaffee gedeckt werden und variiert individuell stark.[6][7]

Leitungswasser wird zudem fĂŒr weitere Zwecke, wie WĂ€schewaschen, ToilettenspĂŒlung, Körper-, Geschirr- und Wohnungsreinigung verwendet. In den letzten Jahrzehnten wurde mit einem Verbrauch an Trinkwasser von 120 bis 140 Liter pro Tag und Einwohner gerechnet. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Trinkwasser ist in Deutschland laut einer Statistik des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) durch einen bewussten Umgang mit Wasser seit 1990 kontinuierlich gesunken.

In anderen LĂ€ndern ist der Verbrauch teilweise weitaus höher. Der Gesamtwasserverbrauch in Italien wird mit 260 Litern pro Tag und Einwohner angegeben. In der WĂŒstenstadt Dubai, wo Trinkwasser ĂŒblicherweise durch Meerwasserentsalzung hergestellt wird, lagen in den 2010er Jahren die Werte pro Kopf bei ĂŒber 500 Liter je Tag fĂŒr den gesamten Verbrauch. Dort wird ebenso wie fĂŒr den hohen Stromverbrauch eine Verbrauchssenkung angestrebt.[8][9]

Trinkwasser wird dem Wasserdargebot entnommen und kann aus verschiedenen Quellen gewonnen werden:

Zu den Bedrohungen fĂŒr die VerfĂŒgbarkeit von Wasserressourcen gehören: Wasserknappheit/Wasserkrisen, Wasserverschmutzung, fehlende Aufbereitung oder Wasserfilter, Wasserkonflikte, unzureichende Brunnentiefe, DĂŒrreperioden und Überförderung[11] sowie der Klimawandel.

QualitÀt des Trinkwassers

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In Deutschland,[12] Österreich, der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden ist Trinkwasser das am intensivsten kontrollierte Lebensmittel und im Normalfall uneingeschrĂ€nkt zum Verzehr geeignet.

Probleme bei der QualitĂ€t des Trinkwassers aus Grundwasser können in der Regel durch die ordnungsgemĂ€ĂŸe Ausweisung von Schutzgebieten vermieden werden. Teilweise ist die Unterschutzstellung in Gebieten mit intensiver konventioneller landwirtschaftlicher Nutzung jedoch nicht ausreichend. Insbesondere durch zu starke GĂŒlledĂŒngung oder durch alte KlĂ€ranlagen und den dadurch verursachten Nitrateintrag in das Grundwasser kann das daraus gewonnene Trinkwasser fĂŒr SĂ€uglinge und Kleinkinder gefĂ€hrlich sein. In diesen FĂ€llen muss der Wasserversorger die Nitratkonzentration durch Aufbereitung, tiefere Brunnen und Kooperationen mit der Landwirtschaft senken.

Wasser aus Uferfiltrat kann Schadstoffe aus KlĂ€ranlagen oder Industrieeinleitungen enthalten. Schadstoffe können im „Normalbetrieb“ oder durch UnfĂ€lle in GewĂ€sser gelangen. Wasserversorger an den großen FlĂŒssen Deutschlands sind zu Vorfeldkontrolle und zur Bereitstellung redundanter Techniken zur Wasseraufbereitung ĂŒbergegangen. Medikamente und andere pharmakologisch wirksame Stoffe, beispielsweise Röntgenkontrastmittel oder Sexualhormone, können durch den Wasserkreislauf in das Trinkwasser gelangen und zu systemischen Risiken fĂŒhren.

FĂŒr Trinkwasser bestehen im deutschsprachigen Raum höhere QualitĂ€tsanforderungen als fĂŒr industriell abgepacktes Mineralwasser und Tafelwasser. Es gilt als das am besten untersuchte Lebensmittel. Trinkwasser und Tafelwasser muss im Gegensatz zu natĂŒrlichem Mineralwasser nicht „ursprĂŒnglich rein“ sein, darf also aufbereitet und vermischt werden. So darf mit Kohlenstoffdioxid versetztes Trinkwasser – unabhĂ€ngig von QualitĂ€t und Mineralstoffgehalt – in GaststĂ€tten nicht als Mineralwasser angeboten werden.

In anderen LĂ€ndern ist die TrinkwasserqualitĂ€t mangels Aufbereitung und Überwachung hĂ€ufig schlechter. In beliebten Urlaubsgebieten wie Spanien und Portugal variiert angeblich teilweise die QualitĂ€t des Leitungswassers von „als Trinkwasser geeignet“ bis „beim Verzehr in großen Mengen gesundheitsgefĂ€hrdend“.[13] In China sind 60 bis 80 Prozent des Grundwassers schwer verschmutzt und nicht mehr als Trinkwasser geeignet.[14][15] In Europa ist das Trinkwasser in aller Regel zum Kochen geeignet.

Durchschnittliche Zusammensetzung

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Die am hĂ€ufigsten im Trinkwasser gelösten Mineralstoffe sind die Kationen Calcium (Ca2+), Magnesium (Mg2+) und Natrium (Na+) und die Anionen Carbonat (CO32−), Hydrogencarbonat (HCO3−), Chlorid (Cl−) und Sulfat (SO42−). Die Summe der Konzentrationen von Calcium und Magnesium wird als WasserhĂ€rte bezeichnet.

Schadstoffbelastung

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In EinzelfĂ€llen können erhöhte Belastungen des Trinkwassers mit Schadstoffen (beispielsweise Arsen, Barium, Blei, Cadmium, Chlorid, Eisen, Kupfer, Nitrat, Phosphat, Uran, Zink) beim Endverbraucher vorkommen.[16] Im MĂ€rz 2013 berichtete das ZDF ĂŒber erhöhte Belastung des Trinkwassers mit chemischen AbfĂ€llen wie Antibiotika, Pestiziden oder Desinfektionsmitteln.[17] In der Ostschweiz wurden 300 Trink- und Grundwasserproben genommen, in denen sich zeigte, dass der offizielle Höchstwert des krebserregenden Pestizids Chlorthalonil in ĂŒber 10 % der Proben ĂŒberschritten wurde.[18] Arzneistoffe sind ebenfalls zu finden.[19] Grenzwerte legt (in Deutschland) die Trinkwasserverordnung fest, doch fĂŒr viele Schadstoffe existieren noch keine Grenzwertfestlegungen.[20]

Zum Schutz der Trinkwasserquellen wurden die Gefahrenklassen PMT und vPvM eingefĂŒhrt.[21]

Verantwortlich fĂŒr erhöhte Bleianteile im Trinkwasser können alte Bleileitungen in der Hausinstallation sein. Die Stiftung Warentest fand bei der Auswertung von 20.000 Trinkwasseranalysen aus dem Zeitraum von 1994 bis 2004, aus ZapfhĂ€hnen in Haushalten, bei fĂŒnf Prozent der Proben mehr als 25 Mikrogramm je Liter (”g/l) Blei. Ein erhöhtes Risiko bestand demnach in ostdeutschen Regionen, in Schleswig-Holstein und in den GroßrĂ€umen Hamburg, Bremen, Bonn und Frankfurt.[22] Der Grenzwert gemĂ€ĂŸ TrinkwV liegt bei 10 Â”g/l. Trinkwasseranalysen können klĂ€ren, ob die eigene Hausinstallation betroffen ist.

Mit Stand 2021 werden in den USA bis zu 20 Millionen Menschen mit Wasser aus Bleileitungen versorgt.[23][24]

Arsen und Fluorid

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Weltweit beziehen rund 300 Millionen Menschen ihr Wasser aus GrundwasservorrĂ€ten. Rund 10 Prozent der Grundwasserbrunnen sind jedoch mit Arsen oder Fluorid kontaminiert. Diese Spurenstoffe sind meist natĂŒrlichen Ursprungs und werden vom Wasser aus Felsen und Sedimenten ausgewaschen. Im Jahr 2008 prĂ€sentierte das Schweizer Wasserforschungsinstitut Eawag eine neue Methode, mit der sich Gefahrenkarten fĂŒr geogene Giftstoffe im Grundwasser erstellen lassen, ohne dass sĂ€mtliche Brunnen und GrundwasservorrĂ€te einer Region dafĂŒr ĂŒberprĂŒft werden mĂŒssen.[25][26][27]

2016 machte die Eawag ihr Wissen auf der Grundwasser Assessment Plattform (GAP) frei zugĂ€nglich.[28] Dieses Internetportal bietet Behördenmitgliedern, Mitarbeitern von NGOs und anderen Fachleuten die Möglichkeit, eigene Messdaten hochzuladen und Risikokarten fĂŒr Gebiete nach freier Wahl zu erstellen.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch warnte 2008 vor hohen Urankonzentrationen, so wurden 39 Â”g/l Uran in Maroldsweisach im Landkreis Haßberge (Bayern), 33 Â”g/l in Lobenrot im Landkreis Esslingen und 30,08 Â”g/l in Reimershagen im Landkreis Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) ermittelt. Insgesamt liegen bei 8200 gemeldeten Messungen 150 oberhalb von 10 Â”g/l vor, dem Grenzwert der novellierten TrinkwV von 2011.[29] Im Durchschnitt enthĂ€lt Trinkwasser in Deutschland mit 0,3 Â”g/l Uran weniger Uran als Mineralwasser mit durchschnittlich 2,8 ”g/l.[30] Der Zusammenhang erhöhter Urangehalte in Mineral- und TrinkwĂ€ssern mit der Geologie der Grundwasserspeichergesteine wurde 2008 erstmals bundesweit untersucht.[31] Dabei stellte sich heraus, dass erhöhter Urangehalt an Formationen wie Buntsandstein oder Keuper gebunden sind, die geogen selbst erhöhte Urangehalte aufweisen. Örtlich ist Uran aus PhosphatdĂŒnger in das Grundwasser durchgeschlagen.

Im Rahmen eines Monitorings durch das Bundesamt fĂŒr Gesundheit (BAG) wurde in den 2000er-Jahren unter anderem der Urangehalt des Trinkwassers auf Basis von 5000 Proben in der Schweiz untersucht. Die Ergebnisse wurden wissenschaftlich aufgearbeitet.[32] Hierbei wurde festgestellt, dass höhere Konzentrationen vor allem im Alpenraum festgestellt worden sind, falls das Wasser aus Grund- oder Quellwasser gewonnen wird, das „in Kontakt mit uranhaltigen Gesteinen und Sedimenten steht.“ In 0,3 % der Proben wurde der WHO-Richtwert von 30 Â”g/l ĂŒberschritten.[33] Basierend auf die Untersuchungsergebnisse wurde in der TBDV ein Grenzwert von 30 ”g/l festgeschrieben.[34]

Biologische Belastungen

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Trinkwasser kann in einzelnen FĂ€llen die Quelle epidemischer KrankheitsausbrĂŒche durch enterale pathogene Viren sein. So wurde in Finnland in den Jahren 1998 bis 2003 eine Studie ĂŒber trinkwasserbedingte Norovirus-AusbrĂŒche durchgefĂŒhrt. Dabei konnten bei 10 von 18 Norwalk-Virus-AusbrĂŒchen die nachgewiesenen Subtypen in den Stuhlproben der Patienten, wie in den entsprechenden Trinkwasserproben nachgewiesen werden.[35] Dies sind Ausnahmen, die regional sehr begrenzt auftreten und die umgehend durch Sanierung behoben werden. Weit ĂŒber 99 % des in Deutschland abgegebenen Trinkwassers sind gemĂ€ĂŸ Bundesgesundheitsamt und Umweltbundesamt ohne Beanstandungen.

Preis des Trinkwassers

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Der Preis fĂŒr Trinkwasser in Deutschland ist regional sehr verschieden. Die Kosten fĂŒr die Trinkwasserversorgung werden ĂŒberwiegend von den hohen Fixkosten bestimmt. Der Löwenanteil bezieht sich dabei auf Kosten fĂŒr den Erhalt und die Weiterentwicklung der Infrastruktur. In den Fixkosten enthalten sind die Kosten fĂŒr Gewinnung, Aufbereitung (wenn erforderlich), Speicherung, Förderung (Pumpen), Transportleitungen, innerörtliche Versorgungsleitungen (Anschlussdichte, d. h. Abnehmer pro km Versorgungsleitung) und WasserzĂ€hler, die auch ohne Verbrauch anfallen. Diese Kosten werden zudem von den geologischen und topografischen VerhĂ€ltnissen, von der Siedlungsstruktur und der Sanierungsrate der Versorgungsleitungen beeinflusst. Üblicherweise werden diese Fixkosten auf die Verbrauchskosten umgelegt. So kostet Trinkwasser in Deutschland Anfang 2019 im Mittel etwa 1,72 Euro pro Kubikmeter. Der Fixkostenanteil in der Wasserversorgung betrĂ€gt im Mittel zwischen 75 % und 85 % der Gesamtkosten, somit kann Wassersparen auf die Gesamtgruppe der angeschlossenen Verbraucher gesehen kaum zu geringeren Kosten fĂŒr die Verbraucher fĂŒhren.[36] AbwassergebĂŒhren werden zumeist 1:1 nach dem Trinkwasserbezug des Privathaushalts taxiert, wofĂŒr etwa zwei bis vier Euro pro Kubikmeter hinzukommen.

2007 und 2011 ermittelten Studien in Essen einen etwa 340 % höheren Preis als in Augsburg. In Essen ist das Wasser doppelt so teuer wie im benachbarten Bochum. Als Ursache fĂŒr die Preisunterschiede werden unterschiedliche Voraussetzungen (Rohwasserherkunft, RohwasserqualitĂ€t, Aufbereitungskosten, Topografie, Infrastrukturkosten) bei den Wasserversorgern genannt.[37]

Der Trinkwasserpreis wird primĂ€r durch die Gewinnungsart und den Transport bestimmt, der von Ort zu Ort unterschiedlich ist. Die Wasserkorporationen bzw. die dafĂŒr zustĂ€ndigen Gemeinden legen zudem fest, inwieweit kommende Investitionen bzw. deren Amortisation im Preis zu berĂŒcksichtigen sind.[38] Daraus resultierend legt jede Wasserkorporation bzw. Gemeinde fĂŒr die jeweiligen Versorgungsgebiete die Trinkwasserpreise fest. In St. Gallen, das Seewasser aus dem Bodensee bezieht und entsprechend hinaufgepumpt werden muss, kostet per 2017 der Kubikmeter 2.66 Fr.,[39] wĂ€hrend das Grund- und Quellwasser in Altdorf 0.40 Fr. kostet.[40] Hinzu kommen GebĂŒhren fĂŒr den Anschluss, fĂŒr den WasserzĂ€hler sowie fĂŒr das Abwasser.

Auf der Website des Eidgenössischen PreisĂŒberwachers können die Wasserkosten zu den 300 einwohnergrössten Gemeinden eingesehen werden.[41]

Hygienische Aspekte

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Eine sichere und hygienische Wasserversorgung ist ein entscheidender Beitrag zur Gesundheit und Seuchenvermeidung. Trinkwasser muss in Deutschland gemĂ€ĂŸ der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) die folgenden Anforderungen erfĂŒllen:

  • farblos, geruchlos
  • frei von Krankheitserregern
  • nicht gesundheitsschĂ€digend
  • geschmacklich neutral und kĂŒhl
  • gelöste mineralische Stoffe in bestimmten Konzentrationsbereichen

Trinkwasser wird in Mitteleuropa zumeist aus Grundwasser durch Brunnen, seltener Artesische Brunnen oder direkt aus Quellen gewonnen. Auch OberflĂ€chenwasser aus Talsperrseen, Seen oder FlĂŒssen wird verwendet. Dabei wird das Wasser entweder direkt aus dem GewĂ€sser entnommen oder als Uferfiltrat aus Brunnen in GewĂ€ssernĂ€he zu Trinkwasser aufbereitet. In EinzelfĂ€llen, meist im außereuropĂ€ischen Raum, wird es direkt aus Flusswasser gewonnen. Der Transport zum Verbraucher erfolgt in Industriestaaten zumeist durch ein Wasserverteilungssystem aus Pumpen, Leitungen und BehĂ€ltern. In vielen Entwicklungs- und SchwellenlĂ€ndern sowie manchmal in Notsituationen in Industriestaaten wird es durch Tankwagen oder Gebinde wie Flaschen, FĂ€sser und KunststoffsĂ€cke verteilt.

Eine wichtige Richtlinie fĂŒr Trinkwasseranlagen in Deutschland ist die VDI 6023. Sie beschĂ€ftigt sich mit korrekter Planung, Errichtung, Betrieb und Instandsetzung von Trinkwasseranlagen in GebĂ€uden und auf GrundstĂŒcken. Da Trinkwasser in Zuleitungen vor den Zapfstellen zwischenzeitlich nicht fließt, können sich bei lĂ€ngerer Stagnationszeit in den Wasserleitungen mehr Mikroorganismen entwickeln, in höherer Konzentration als dies nach der Trinkwasserverordnung zulĂ€ssig ist. Wasser, das ĂŒber lĂ€ngere Zeit in einer Armatur oder Rohren aus Rotguss stand, kann einen höheren Gehalt gelöster Metalle wie etwa Blei aufweisen.

Organisation der Trinkwasserversorgung

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Deutschland, Österreich und die Schweiz sind aufgrund ihrer geographischen Lage und Niederschlagssituation so wasserreich, dass der Wasserbedarf meist lokal oder regional gedeckt werden kann. In vielen FĂ€llen sind aber in Mitteleuropa regionale und ĂŒberregionale FlĂ€chenversorgungen (zum Beispiel Gelsenwasser oder Suez Environnement) aufgebaut worden. Die Errichtung, Erhaltung und der Betrieb von Wasserversorgungsanlagen erfolgt in den meisten BundeslĂ€ndern durch Kommunen, Unternehmen, Wassergenossenschaften, WasserverbĂ€nde und durch privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen. Anders als in anderen europĂ€ischen LĂ€ndern, wie in den Niederlanden, wo teilweise Konzentrationsprozesse staatlich beschleunigt wurden, ist in Deutschland die öffentliche Wasserversorgung bisher ĂŒberwiegend kommunal geprĂ€gt und entsprechend den örtlichen Vorkommen organisiert.

Nur wenige der deutschen Versorgungsunternehmen sind ĂŒberregional und noch weniger international tĂ€tig. Die großen französischen Versorgungsunternehmen sind weltweit an der Privatisierung der Wasserversorgung aktiv beteiligt.

Trinkwassergewinnung

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Etwa 25 % der Weltbevölkerung sind auf Wasser aus Karst-Aquiferen angewiesen.[42] Das Institut fĂŒr angewandte Geowissenschaften am Karlsruher Institut fĂŒr Technologie (KIT) veröffentlichte als Projekt der IAH Karst Commission (International Association of Hydrogeologists)[43] im September 2017 auf dem 44. jĂ€hrlichen Kongress der IAH in Dubrovnik in ErgĂ€nzung der 2000 veröffentlichten Grundwasser-Weltkarte (WHYMAP, World-wide Hydrogeological Mapping and Assessment Programme)[44] zusammen mit dem Federal Institute for Geosciences and Natural Resources (BGR) und der UNESCO eine „Weltkarte der Karst-Grundwasserleiter“ (World Karst Aquifer Map).[45]

Gewinnung aus Brunnen

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Bei Brunnen werden generell zwei verschiedene Arten unterschieden, nĂ€mlich der Schachtbrunnen und der Bohrbrunnen. Mit einem Schachtbrunnen wird oberflĂ€chennahes Grundwasser meist zwischen 8 und 10 Meter unter GelĂ€nde gewonnen. Mit einem Bohrbrunnen wird das Grundwasser in Tiefen bis zu 400 Meter bezogen.

Die Brunnentiefe ist abhĂ€ngig von der Lage und MĂ€chtigkeit der wasserfĂŒhrenden Schichten. Jeder Brunnen hat eine maximale FörderkapazitĂ€t, die abhĂ€ngig ist von der GrĂ¶ĂŸe des Grundwasserleiters, dessen DurchlĂ€ssigkeit und dem entsprechenden Brunnenausbau, wie Brunnen- und Filterrohrdurchmesser und der LĂ€nge der Brunnenfilterstrecken. Unterwasserpumpen fördern das Wasser zur Aufbereitung oder bei brauchbarer QualitĂ€t direkt ins Trinkwasserleitungsnetz. Die Anzahl der Brunnen richtete sich nach den Mengenanforderungen der Verbraucher und der Wasserbilanz, sie ist je Wassergewinnungsgebiet behördlich beschrĂ€nkt, damit aus einem Gebiet nur die jeweils nachfließende Menge entnommen wird.

Da Schachtbrunnen nicht in große Tiefen reichen, kann die QualitĂ€t des Wassers durch die NĂ€he zur ErdoberflĂ€che beeintrĂ€chtigt sein. Beim Bohrbrunnen (Tiefbrunnen) wird ein Förderrohr eingehĂ€ngt, das im wasserfĂŒhrenden Bereich Schlitze hat. Um Sand, Erde und andere grobe Schwebeteilchen zurĂŒckzuhalten, wird um das Rohr herum eine Filterkiespackung angebracht. Über der Erde mĂŒndet das Förderrohr in der Brunnenstube, in dem die erforderlichen elektrischen und hydraulischen Einrichtungen untergebracht sind.

Mit zunehmender Tiefe steigt die Temperatur des Wassers aus Tiefbrunnen (geothermische Tiefenstufe), und zwar im Mittel um 3 Â°C pro 100 m, falls keine geothermische Anomalie (wie im Oberrheingraben) vorliegt, die einen grĂ¶ĂŸeren Anstieg bewirkt. Bei einer angenommenen Jahresdurchschnittstemperatur auf der ErdoberflĂ€che von 10 Â°C betrĂ€gt die Wassertemperatur demnach in 100 m Tiefe ca. 13 Â°C.

Gewinnung aus Quellen

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Quellwasser ist zutage tretendes Grundwasser. Seine Eignung als Trinkwasser hĂ€ngt davon ab, ob oberflĂ€chennahes Grundwasser oder Wasser aus tieferen Schichten zutage tritt. Wird die Quelle ĂŒberwiegend durch oberflĂ€chennahes Wasser (Tagwasser) gespeist, besteht die Gefahr, dass Umweltschadstoffe, Keime, Bakterien, Nitrat oder Mineralöle in das Quellwasser gelangen. Daher muss jede Quelle, die fĂŒr die Trinkwassergewinnung herangezogen wird, durch eine entsprechend große Trinkwasserschutzzone abgesichert sein.

FĂŒr die Trinkwassergewinnung sind folgende Quelltypen relevant:

  • Schichtquelle: Das Grundwasser tritt zutage, wenn die Wasser fĂŒhrende Schicht die ErdoberflĂ€che schneidet.
  • Stauquelle: Grundwasser staut sich unter einer wasserundurchlĂ€ssigen Schicht und tritt bei einem Durchbruch dieser Schicht an die ErdoberflĂ€che.
  • Überlaufquelle: Das Grundwasser wird durch hydraulischen Druck in der Grundwasserschicht an die ErdoberflĂ€che gedrĂŒckt.

Gewinnung aus OberflÀchengewÀssern

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OberflĂ€chenwasser wird zur Trinkwassergewinnung aus Seen oder FlĂŒssen gepumpt. Es muss zumeist aufbereitet werden. Bekannte Beispiele sind die ĂŒberregionale Bodensee-Wasserversorgung, die Wasserversorgung der Stadt ZĂŒrich oder die zahlreichen Wasserversorgungsanlagen, die das Rohwasser aus Talsperren entnehmen.

Meerwasser

In wasserarmen KĂŒstenlĂ€ndern wird Trinkwasser meist durch energieintensive Meerwasserentsalzungsanlagen gewonnen, ĂŒblicherweise durch Umkehrosmose. Der Energieaufwand betrĂ€gt 4 bis 9 Kilowattstunden pro Kubikmeter Wasser. Bei einer Destillation bei AtmosphĂ€rendruck ohne EnergierĂŒckgewinnung, wĂŒrde er mit 700 Kilowattstunden weit darĂŒber liegen.

Trinkwasseraufbereitung

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Trinkwasseraufbereitung ist die Gewinnung von Trinkwasser durch Reinigung von Grund- oder OberflĂ€chenwasser mittels chemischer und physikalischer Aufbereitungsverfahren und die Einstellung von bestimmten Parametern (pH-Wert, Ionenkonzentration), um es fĂŒr den Gebrauch als Trinkwasser geeignet zu machen.[46] Die fĂŒr die Aufbereitung nötige Technologie ist in Wasserwerken installiert. Trinkwasser in einzelnen Haushalten, die nicht an ein Wasserwerk angeschlossen sind oder deren Leitungswasser nicht als Trinkwasser geeignet ist, wird hĂ€ufig mit kleineren GerĂ€ten aufbereitet.[47] Die Art der Wasseraufbereitung hĂ€ngt in beiden FĂ€llen von der GĂŒte des Rohwassers ab und richtet sich nach den im Rohwasser enthaltenen und zu entfernenden Stoffen. Insbesondere die Verfahren Filtration, Enteisenung und Entmanganung, EntsĂ€uerung, Entgasung, Entcarbonisierung und Desinfektion werden hĂ€ufig angewendet.

Basisbehandlungen

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Im Wasser enthaltene Schwebstoffe können durch Flockung zu voluminöseren Teilchen aggregiert und durch Filtration mit Kiesfiltern, Sandfiltern oder Polstofffiltern aus dem Wasser entfernt werden. Durch BelĂŒftung wird korrosives Kohlenstoffdioxid ausgeblasen. Durch Oxidation werden gelöste Eisen(II)-Ionen zu unlöslichem Eisen(III)-oxidhydrat ĂŒberfĂŒhrt und gelöste Mangan(II)-Ionen zu unlöslichen Mangan(IV)-Verbindungen. Die Eisenoxidation ist zum Teil abiotisch, zum Teil biotisch. Die biotische Oxidation wird durch Bakterien der Gattung Gallionella, im Wesentlichen G. ferruginea, bewirkt. Die Manganoxidation verlĂ€uft langsamer als die Eisenoxidation und ist ebenfalls zum Teil biotisch (spezifische Mangan-oxidierende Bakterien). Das ausgefallene Eisen(III)-oxidhydrat wird zum grĂ¶ĂŸten Teil in einer ersten Filtrationsstufe durch Kiesfilter entfernt (Enteisenung). In diesen Filtern befinden sich große Mengen an Gallionella ferruginea. Die ausgefĂ€llten Mangan(IV)-Verbindungen werden im unteren Drittel des kombinierten Enteisenungs- und Entmanganungsfilters bzw. in einer zweiten Filtrationsstufe mit Kiesfiltern entfernt.

Organische Verunreinigungen und Spurenstoffe

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Spurenstoffe und andere gelöste organische Stoffe werden durch Adsorption an Aktivkohle und durch biologischen Abbau in Langsamfiltern oder durch Bodenpassage (Versickerung) entfernt. OberflĂ€chennahe GrundwĂ€sser, wie Uferfiltrate von FlĂŒssen, werden hĂ€ufig mit Ozon behandelt. Durch diese Behandlung werden sowohl organische Stoffe als auch Eisen- und Manganverbindungen oxidiert. WĂ€hrend Eisen als Oxidhydrat ausgefĂ€llt wird, oxidiert Mangan bis zum Permanganat. FĂŒr die nachfolgende Filtration eines derartig mit Ozon behandelten Wassers werden deshalb 2-Schichtfilter oder Doppelschichtfilter verwendet. Bei den 2-Schichtfiltern besteht die untere Schicht aus Kies, in der ungelöste und ausgefĂ€llte Bestandteile abfiltriert werden, soweit diese nicht von der oberen ersten Schicht bereits aufgenommen wurden. Die 2. obere Schicht besteht aus grobkörniger Aktivkohle. Diese Schicht adsorbiert die anoxidierten organischen Stoffe und reduziert das Permanganat zu ausgefĂ€llten Mangan(IV)-Verbindungen, die abfiltriert werden können. Bei den Doppelstockfiltern kann durch die rĂ€umliche Trennung das spezifisch schwerere Filtermaterial wie Aktivkoks oder Kies im oberen und die leichtere Aktivkohle im unteren Filterteil angeordnet werden. Hierdurch wird bei den Doppelstockfiltern eine schnellere Verschlammung der Aktivkohle durch die Abfilterung von Feststoffen vermieden. Bei der FilterrĂŒckspĂŒlung (AusspĂŒlung der Ablagerungen) wird die spezifisch leichtere Aktivkohle immer wieder als oberste Filterschicht abgelagert.

Eine Entfernung der Spurenstoffe durch technische Verfahren der Trinkwasseraufbereitung ist schwer oder erhöht den Aufwand bei der Aufbereitung erheblich. Um die Trinkwasserressourcen allgemein zu schĂŒtzen und die Wasserwerke zu entlasten, werden zunehmend Vierte Reinigungsstufen zur Beseitigung von Spurenstoffen auf KlĂ€ranlagen installiert.[48] Damit können allerdings nur PunkteintrĂ€ge minimiert werden. Diffuse Eintragspfade wie zum Beispiel Pflanzenschutzmittel aus der Landwirtschaft können so nicht verringert werden.

Ist mit pathogenen Bakterien und Viren zu rechnen, so ist eine Desinfektion erforderlich. Diese kann durch Ultrafiltration im Wasserwerk oder durch Ozonierung erfolgen. Nach einer Filtration kann durch Zusatz von Chlor, Chlordioxid oder Natriumhypochlorit (Chlorung) eine Transportchlorung vorgenommen werden, um eine Wiederverkeimung im Netz zu verhindern.

Wasser mit hoher CarbonathĂ€rte muss fĂŒr viele Zwecke durch Entcarbonatisierung teilenthĂ€rtet werden. Bei membranfiltriertem Wasser mĂŒssen, je nach verwendeter PorenstĂ€rke, Stoffe wie Mineralien hinzugesetzt werden, um eine ausreichende OsmolaritĂ€t zu erreichen.[49] Eine in Deutschland hĂ€ufig eingesetzte Technik zur EnthĂ€rtung von Trinkwasser ist das CARIX-Verfahren.

FĂŒr die Gewinnung von Trinkwasser aus salzreichem Rohwasser werden Anlagen nach dem Prinzip der Umkehrosmose verwendet. Grundwasser ist meist von so guter QualitĂ€t, dass es ohne Flockung und Desinfektion zu Trinkwasser aufbereitet werden kann. Weitergehende Verfahren der Trinkwasseraufbereitung sind EnthĂ€rtung und Teilentsalzung mit Hilfe von Ionenaustauschern oder der Membrantechnik wie Osmose und Dialyse. Ein Anteil an Uran kann durch den Einsatz von Ionenaustauschern aus dem Trinkwasser entfernt werden, es sind Verfahren auf dem Markt.

In Deutschland und in Österreich wird die Beschaffenheit des Trinkwassers durch die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) geregelt. Mit Novellierungen dieser Verordnungen wurde die Richtlinie 98/83/EG „Über die QualitĂ€t von Wasser fĂŒr den menschlichen Gebrauch“ in nationales Recht umgesetzt. In Österreich wurde die entsprechende Novelle der Trinkwasserverordnung am 21. August 2001 verkĂŒndet und in Deutschland ist sie am 1. Januar 2003 in Kraft getreten. Die Einhaltung der Trinkwasserverordnung durch den Wasserversorger wird von den GesundheitsĂ€mtern kontrolliert.

In Deutschland ist fĂŒr die Normung und Zulassung von Verfahren und Materialien im Bereich des Trinkwassers der DVGW e. V. zustĂ€ndig. Die ZustĂ€ndigkeiten umfassen alle Aspekte der Trinkwasseraufbereitung, Speicherung und Verteilung und haben einen bindenden Charakter, Ă€hnlich einer DIN-Norm.[50]

Die WHO hat eine Norm fĂŒr Trinkwasser erstellt, an der sich die EU-Richtlinie und die TrinkwV orientieren. In diesen Verordnungen werden unter anderem die zu prĂŒfenden Stoffe im Trinkwasser und die zugehörigen zulĂ€ssigen Grenzwerte sowie die HĂ€ufigkeit der durchzufĂŒhrenden Messungen festgelegt. Die Grenzwerte, die es erlauben, ein Wasser als Trinkwasser freizugeben, sind am Gedanken der Gesundheitsförderung (Vorsorgeprinzip) orientiert. Ein Problem ist dabei, dass durch die Analysen nicht alle denkbaren oder bekannten Belastungen erfasst werden. Im Wasser können leicht 1500 Stoffe anthropogenen Ursprungs gefunden werden. Die WHO verlangt von 200 Stoffen wegen ihrer bekannten Auswirkung auf die Gesundheit, dass sie geprĂŒft werden. Nach der deutschen TrinkwV sind insgesamt nur 33 möglicherweise im Wasser befindliche Stoffe mit zugehörigen Grenzwerten genannt, die bei einer vollstĂ€ndigen Trinkwasseruntersuchung geprĂŒft werden mĂŒssten. Allerdings ist ein Indikatorprinzip umgesetzt, damit wird gruppenweise die Wahrscheinlichkeit fĂŒr die Belastung mit verwandten Stoffen einschĂ€tzbar gemacht, so steht Escherichia coli (E. coli) fĂŒr alle FĂ€kalkeime und die Summe von Quecksilber, Blei und Cadmium steht fĂŒr alle Schwermetalle.

Der Gehalt an Escherichia coli wird kulturell im Labor bestimmt, Zielwert fĂŒr Trinkwasser sind 0 KBE in 100 ml (KBE = koloniebildende Einheiten). Alternativ dazu kann die Messung auf Basis des Stoffwechsels der Bakterien erfolgen, was eine Bestimmung innerhalb von 30 Minuten ermöglicht.

Die deutschen Wasserversorgungsunternehmen liefern gute bis sehr gute QualitĂ€t. Zu diesem Schluss kommt der aktuelle zweite Bericht des Bundesministeriums fĂŒr Gesundheit (BMG) und des Umweltbundesamtes (UBA) ĂŒber die „QualitĂ€t von Wasser fĂŒr den menschlichen Gebrauch“, der die Jahre 2005 bis 2007 betrachtet. Demnach halten ĂŒber 99 % der Anlagen die strengen gesetzlichen Anforderungen ein.

Eine Auswertung von 30.000 Wasserdaten der AQA (Aqua Quality Austria) ergab, dass 21,6 % der Wasserprobe zumindest einen Grenzwert bei unerwĂŒnschten Inhaltsstoffen ĂŒberschreitet. Blei und Nickel aus Leitungen und Armaturen sind das Hauptproblem; AGA appellierte daher schon wiederholt an die herstellende Industrie, verlĂ€ssliche Lösungen zu entwickeln. In Österreich wurde der Grenzwert fĂŒr Blei 2013 von 25 ÎŒg/l Blei auf 10 ÎŒg/l gesenkt. Chrom, Kupfer und Nitrat sind weitere auftretende Problemstoffe. In Hausbrunnen, insbesondere in solchen, die nur saisonal oder sporadisch genutzt werden, wurde das Trinkwasser in 40 % der FĂ€lle mangels Hygiene als „nicht genusstauglich“ bewertet. Besonders können sich Starkregen oder Hochwasser negativ auswirken.[51]

Am 2. Juli 2019 hat der österreichische Nationalrat ein Verbot der Privatisierung von Trinkwasser in der Bundesverfassung verankert.[52]

EntwicklungslÀnder

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Etwa zwei bis drei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.[53][54] Unzureichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist in EntwicklungslĂ€ndern die Hauptursache fĂŒr Krankheiten und TodesfĂ€lle, vor allem fĂŒr hohe Kindersterblichkeit.[55] Zahlreiche Entwicklungsprojekte widmen sich der Lösung dieses Problems, doch zwei bis drei Milliarden Menschen werden von keinem dieser Projekte erreicht. Ein bedeutendes Hindernis stellt die Bindung der Förderung seitens der EU-Entwicklungshilfe an private Wasserversorgungsunternehmen dar. Selbsthilfe durch kommunale und genossenschaftliche Lösungen bleibt ohne Förderung.[56] Eine einfache Notwasseraufbereitung fĂŒr Krisengebiete oder Slums wurde in der Schweiz mit dem Projekt SODIS entwickelt, dieses Verfahren wird von der WHO zur Trinkwasserdesinfektion auf Haushaltsebene empfohlen.[57]

Trinkwasser aus dem Hahn verursacht bis zu tausendmal weniger Umweltbelastungen als Mineralwasser, wie in Vergleichsuntersuchungen (Ökobilanz) fĂŒr die Schweiz[58][59] und Deutschland[60] festgestellt wurde. Belastende Aspekte fĂŒr die Ökobilanz des Trinkwassers sind die Infrastruktur fĂŒr Aufbereitung und Verteilung sowie der Energieverbrauch fĂŒr das Pumpen.[61] Zur Gewinnung von Trinkwasser wird Energie aufgewendet. Insofern gehört zum Umweltschutz die Vermeidung der Verschwendung von Trinkwasser. Soll Trinkwasser durch Betriebswasser (beispielsweise Niederschlagswasser, Grauwasser) substituiert werden, mĂŒssen bestimmte Vorkehrungen getroffen werden, um eine GefĂ€hrdung des Trinkwassers und der Nutzer auszuschließen. Entsprechende Anforderungen an Planung, Errichtung und Betrieb von Betriebswasseranlagen werden in der Richtlinie VDI 2070[62] beschrieben.

Trinkwasserinstallationen

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Als Trinkwasserinstallation (Hausinstallation) wird im Allgemeinen der Teil des Trinkwassernetzes ab dem HauptwasserzĂ€hler eines GebĂ€udes bis zu den Entnahmearmaturen bezeichnet. Je nach Zusammenhang können die Anlagenteile ab der Wasser-HauseinfĂŒhrung eines GebĂ€udes oder ab der GrundstĂŒcksgrenze zur Hausinstallation gezĂ€hlt werden. In der Regel gehört die Leitungsanlage bis zum WasserzĂ€hler jedoch dem Wasserversorgungsunternehmen.

Zur Kennzeichnung von Kalt-, Warm- und Zirkulationsleitungen siehe Wasserleitung#Kennzeichnung.

Hygienische Anforderungen

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Trinkwasser ist in der Regel nicht steril und darf eine bestimmte Konzentration von Bakterien enthalten. Wenn das Wasser ĂŒber lĂ€ngere Zeit in den Leitungen steht (Stagnation), kann es zu einer erhöhten Vermehrung von gesundheitsgefĂ€hrdenden Keimen wie Legionellen kommen. Dies gilt insbesondere, wenn sich das Wasser dabei ĂŒber die Temperatur von 8 bis 10 °C hinaus erwĂ€rmt, mit der es im Regelfall von der kommunalen Trinkwasserversorgung ins Haus gelangt. Zur Vermeidung der Stagnation wird in der Richtlinie VDI/DVGW 6023 „Hygiene in Trinkwasser-Installationen; Anforderungen an Planung, AusfĂŒhrung, Betrieb und Instandhaltung“ empfohlen, Wasser in Trinkwasserinstallationen wenigstens alle 72 Stunden einmal vollstĂ€ndig auszutauschen. Betreiber und Nutzer von Trinkwasserinstallationen sollten daher bei lĂ€ngerer Abwesenheit dafĂŒr sorgen, dass jede Trinkwasserzapfstelle (Handwaschbecken, WC, Dusche) regelmĂ€ĂŸig gespĂŒlt wird. Dies kann organisatorisch (durch manuelles Öffnen der Zapfstellen) oder technisch geregelt werden (automatische SpĂŒlarmaturen). Nach der Trinkwasserverordnung ist der „Unternehmer und sonstige Inhaber“ der Trinkwasserinstallation haftbar fĂŒr SchĂ€den, die durch einen nicht bestimmungsgemĂ€ĂŸen Betrieb von Trinkwasserinstallationen entstehen. Von ihm ist eine GefĂ€hrdungsanalyse zu veranlassen.

In Trinkwassernetzen, die nach den anerkannten Regel der Technik wie der DIN 1988 gebaut und betrieben werden, haben stagnierende Bedingungen nur einen untergeordneten Einfluss auf die Koloniezahlerhöhung.[63]

PrĂŒfzeichen fĂŒr Trinkwasserinstallationen

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Nach der deutschen Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) und der „Verordnung ĂŒber Allgemeine Bedingungen fĂŒr die Versorgung mit Wasser“ (AVB-WasserV) dĂŒrfen nur Produkte fĂŒr Trinkwasserinstallationen verwendet werden, die ein DVGW oder DIN-DVGW PrĂŒfzeichen tragen.[64]

Betriebstemperaturen

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Die DIN EN 806-2 stellt fest, dass aus hygienischen GrĂŒnden 30 Sekunden nach dem Öffnen einer Zapfstelle die anliegende Temperatur des kalten Wassers 25 Â°C nicht ĂŒbersteigen und die des warmen Wassers 60 Â°C nicht unterschreiten sollte, sofern lokale Richtlinien dem nicht entgegenstehen. ZusĂ€tzlich sollte das Warmwasser an jeder Zapfstelle auf 70 Â°C erwĂ€rmt werden können, um Leitungen und Armaturen thermisch zu desinfizieren. Hierdurch soll in erster Linie die Vermehrung von Legionellen-Bakterien unterbunden werden.

Die nationale ErgĂ€nzungsnorm DIN 1988-200 nennt Ă€hnliche Werte, fordert diese jedoch explizit. Demnach darf 30 Sekunden nach dem Öffnen einer Zapfstelle fĂŒr Kaltwasser die Temperatur 25 Â°C nicht ĂŒbersteigen und die Warmwassertemperatur muss mindestens 55 Â°C erreichen. In Technikzentralen und InstallationsschĂ€chten soll die Temperatur des Kaltwassers möglichst 25 Â°C nicht ĂŒberschreiten.

Zum Schutz vor VerbrĂŒhung soll das Leitungswasser je nach Nutzergruppe jedoch in öffentlichen GebĂ€uden mit höchstens 38 – 45 °C aus der Entnahmestelle treten.[65] Wasser mit ĂŒber 60 °C kann innerhalb von Sekunden zu VerbrĂŒhungen fĂŒhren, wĂ€hrend dies bei 50 °C heißem Wasser erst nach etwa 2 Minuten der Fall ist.[66]

Absperrbereiche

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Nach der DIN EN 806-2 mĂŒssen alle Verbrauchs- und Verteilungsleitungen absperrbar und entleerbar sein. Jeder GebĂ€udeteil mit eigener WasserzufĂŒhrung muss absperrbar sein. Ebenso mĂŒssen die Trinkwasserleitungen zu jedem Stockwerk und zu jeder Wohnung einzeln absperrbar sein. Die Absperrarmaturen sollten gut zugĂ€nglich in der NĂ€he der Eintrittsstelle angeordnet werden. Im Besonderen sollen alle Leitungen, die von der Hauptleitung abzweigen und mehrere Nutzungseinheiten gemeinsam versorgen, eine Absperrung erhalten. ZusĂ€tzlich muss jeder Waschmaschinenanschluss, SpĂŒlkasten, WasserbehĂ€lter, WassererwĂ€rmer und jeder sonstige Apparat eine eigene Absperrarmatur erhalten.

Die DIN 1988-200 verlangt mindestens ein Absperrventil mit Entleerungshahn nach dem WasserzĂ€hler und weitere Absperrmöglichkeiten, wenn dies zur Wartung der Leitungsanlage erforderlich ist. An jedem Zapfhahn und GerĂ€teablauf muss eine ausreichende EntwĂ€sserungseinrichtung (Abwasseranschluss) vorhanden sein. Absperr-, Entleerungs-, Sicherheits- und Sicherungsarmaturen mĂŒssen leicht bedienbar und zugĂ€nglich angebracht sein.

Selten benutzte oder durch Frost gefĂ€hrdete Leitungen, wie solche zu NebengebĂ€uden, Garten- und Hofbereichen, mĂŒssen direkt am Abzweig von der Hauptleitung eine Absperr- und Entleerungsarmatur erhalten und sollten gekennzeichnet werden.

Kaltwasser-Zuleitungen

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Nach der DIN 1998-200 sollen die Zuleitungen zu einzelnen Entnahmearmaturen so kurz wie möglich ausgefĂŒhrt werden und höchstens ein Volumen von 3 l enthalten.

  • Heinrich Sontheimer, Paul Spindler, Ulrich Rohmann: Wasserchemie fĂŒr Ingenieure. DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut der UniversitĂ€t Karlsruhe / ZfGW-Verlag, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-922671-00-4.
  • K-D. Henning, J. Degel, J. Klein, K. Knoblauch: Kohlenstoffhaltige Filtermaterialien fĂŒr die Ein- und Mehrschichtfilteration. In: gwf-Wasser/Abwasser. Band 127, H. 6, 1986, S. 275–282.
  • Thomas RĂ€tz: Trinkwasser aus Waldgebieten. Wohlfahrtsökonomische Analyse am Beispiel des PfĂ€lzerwaldes. (= Schriften aus dem Institut fĂŒr Forstökonomie der UniversitĂ€t Freiburg. Band 6). Institut fĂŒr Forstökonomie, Freiburg im Breisgau 1996, ISBN 3-9803697-5-7. (Zugleich Dissertation an der UniversitĂ€t Freiburg im Breisgau 1996).
  • Thomas Kluge, Engelbert Schramm: Wassernöte. Zur Geschichte des Trinkwassers. 2. Auflage. Volksblatt, Köln 1988, ISBN 3-923243-38-3.
  • Rolf Seyfarth u. a.: Kleines Lexikon zur Trinkwasser-Beschaffenheit. Oldenbourg, MĂŒnchen 2000, ISBN 3-486-26474-5.
  • Hans W. Möller: TrinkwassergefĂ€hrdung und Trinkwasserpolitik. Eine marktwirtschaftliche Konzeption des Trinkwasserschutzes. Nomos, Baden-Baden 2002, ISBN 3-7890-6378-9. (Zugleich Dissertation an der UniversitĂ€t Hohenheim 1999).
  • Karl Höll, Andreas Grohmann: Wasser – Nutzung im Kreislauf: Hygiene, Analyse und Bewertung. 8. Auflage. de Gruyter, Berlin / New York 2002, ISBN 3-11-012931-0.
  • Hermann H. Dieter: Kommentar zur Bewertung der Anwesenheit nicht oder nur teilbewertbarer Stoffe im Trinkwasser aus gesundheitlicher Sicht. In: Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz. Band 46, 2003, S. 245–248.
  • Giulio Morteani, Lorenz Eichinger: Arsen im Trinkwasser und Dearsenierung. Gesetzliche Vorschriften, Toxikologie, Hydrochemie. In: Wasser, Luft, Boden. Band 48, Nr. 6, 2003, S. 24–26, ISSN 0938-8303.
  • Martin Exner: Die infektionsepidemiologische Bedeutung von Helicobacter pylori mit besonderer BerĂŒcksichtigung von unbehandelten Brunnenwasser als Infektionsreservoir. In: Hygiene und Medizin. Band 29, Nr. 11, 2004, S. 418–422, ISSN 0172-3790.
  • Steffen Niemann, Olivier Graefe: Wasserversorgung in Afrika. In: Geographische Rundschau. Band 58, Nr. 2, 2006, S. 30–39. ISSN 0016-7460.
  • Thomas Chatel: Wasserpolitik in Spanien – eine kritische Analyse. In: Geographische Rundschau. Band 58, Nr. 2, 2006, S. 20–29. ISSN 0016-7460.
  • Thomas Kluge, Jens Libbe (Hrsg.): Transformation netzgebundener Infrastruktur. Strategien fĂŒr Kommunen am Beispiel Wasser. (= Difu-BeitrĂ€ge zur Stadtforschung. Band 45). Berlin 2006, ISBN 3-88118-411-2.
  • Thoralf SchlĂŒter: Trinkwasserversorgung im internationalen Vergleich. Versorgungssituation, wasserwirtschaftliche Strukturen und Trinkwasserpreise. Diplomica, Hamburg 2006, ISBN 3-8324-9339-5.
  • Hans-JĂŒrgen Leist: Wasserversorgung in Deutschland – Kritik und LösungsansĂ€tze. Oekom, MĂŒnchen 2007, ISBN 978-3-86581-078-6.
  • Jens Libbe, Ulrich Scheele: RĂ€umliche Aspekte von QualitĂ€ts- und Versorgungsstandards in der deutschen Wasserwirtschaft. In: Bundesamt fĂŒr Bauwesen und Raumordnung (Hrsg.): Infrastruktur und Daseinsvorsorge in der FlĂ€che. (= Informationen zur Raumentwicklung. Heft 1/2, 2008), S. 101–112, ISSN 0303-2493.
  • Matthias Nast: Trinkwasser – Unser wichtigstes Lebensmittel. Ratgeber der Stiftung fĂŒr Konsumentenschutz. Ott, Bern 2010, ISBN 978-3-7225-0118-5.
  • Matthias Maier, Volker Steck, Matthias Maier (Hrsg.): Trinkwasser: Lebensgrundlage einer jungen Stadt. (= HĂ€user- und Baugeschichte. Band 13). herausgegeben vom Stadtarchiv Karlsruhe und von den Stadtwerken Karlsruhe. Info-Verlag, Karlsruhe 2015, ISBN 978-3-88190-830-6.
Commons: Trinkwasser â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Trinkwasser â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. ↑ Die Karte beruht auf der Quelle Where Is the World's Most Dangerous Drinking Water? (kommerzielle Webseite qssuplies.co.uk, Stand MĂ€rz 2023), die Angaben des US-amerikanischen Center for Disease Control and Prevention (CDC) (Destinations list, wwwnc.cdc.gov) und des Environmental Performance Index (EPI) (Unsafe drinking water, epi.yale.edu, Stand 2022) verwendet. Die EinschĂ€tzungen des EPI beruhen wiederum auf Daten der Global Burden of Disease (GBD) study des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME)
  2. ↑ Daseinsvorsorge – Begriff und Rechtsgrundlagen. (PDF) In: bundestag.de. 2024, abgerufen am 8. Mai 2025.
  3. ↑ twin Nr. 9, DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V., Bonn.
  4. ↑ Die EU- und WHO-Richtlinien fĂŒr Trinkwasser legen teilweise andere Parameter zugrunde und haben Empfehlungscharakter, siehe Vergleich der Trinkwassernormen der WHO, der EU und Deutschlands.
  5. ↑ who.int (Memento vom 4. April 2004 im Internet Archive)
  6. ↑ Telepolis: Sollen wir tĂ€glich 2,5 Liter Wasser trinken?
  7. ↑ Mythen, an die selbst Mediziner glauben. In: Spiegel Online.
  8. ↑ Dubai will Strom- und Wasser-Verbrauch verringern. In: Dubai Report. 18. Februar 2008, abgerufen am 6. MĂ€rz 2011.
  9. ↑ Abu Dhabi: Wasserverbrauch der VAE, Stand 2006 (Memento vom 12. November 2011 im Internet Archive)
  10. ↑ Jackson Lord, Ashley Thomas, Neil Treat, Matthew Forkin, Robert Bain, Pierre Dulac, Cyrus H. Behroozi, Tilek Mamutov, Jillia Fongheiser, Nicole Kobilansky, Shane Washburn, Claudia Truesdell, Clare Lee, Philipp H. Schmaelzle: Global potential for harvesting drinking water from air using solar energy. In: Nature. 598. Jahrgang, Nr. 7882, Oktober 2021, ISSN 1476-4687, S. 611–617, doi:10.1038/s41586-021-03900-w (englisch).
  11. ↑ Scott Jasechko, Debra Perrone: Global groundwater wells at risk of running dry. In: Science. 372. Jahrgang, Nr. 6540, 23. April 2021, ISSN 0036-8075, S. 418–421, doi:10.1126/science.abc2755 (englisch, sciencemag.org).
  12. ↑ Öko-Irrsinn Mineralwasser. In: Der Spiegel. Nr. 39, 22. September 2014, S. 44.
  13. ↑ Meike von Lojewski Trinkwasser in Spanien – wie geniessbar ist es? (Memento vom 20. Juni 2021 im Internet Archive) (20. Juli 2015)
  14. ↑ Axel Dorloff: Wasser in China – Massive Verschmutzung, vor allem im Grundwasser. In: deutschlandfunk.de. 19. Mai 2016, abgerufen am 6. Januar 2020.
  15. ↑ D. Wang, X. Chen, J. Zhang, Y. Zhong, R. Liu, P. Ding: Geographic information system-based health risk assessment of rural drinking water in Central China: a case study of You County, Hunan. In: Environ Monit Assess. Band 193, Nr. 2, 27. Jan 2021, S. 89. PMID 33501618
  16. ↑ Übersicht: Schadstoffe im Trinkwasser
  17. ↑ Video heute: Chemische AbfĂ€lle im Trinkwasser (16. MĂ€rz 2013, 19:09 Uhr, 2:00 Min.) in der ZDFmediathek, abgerufen am 11. Februar 2014. (offline)
  18. ↑ Angelique Beldner: Verbot kommt im Herbst – Krebserregendes Pestizid im Schweizer Trinkwasser. In: srf.ch. 20. Juni 2019, abgerufen am 22. Juni 2019.
  19. ↑ Fritz H. Frimmel: Heil-Lasten. Springer-Verlag, 2006, ISBN 3-540-33638-9, S. 207 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  20. ↑ Barium im Trinkwasser. 14. Juli 2024, abgerufen am 14. Juli 2024.
  21. ↑ Neue Gefahrenklassen 2023. ECHA, abgerufen am 8. Mai 2025.
  22. ↑ Umweltkarte „Blei im Trinkwasser“ der Stiftung Warentest
  23. ↑ Viviane Manz: Marode Infrastruktur – Raus mit dem Blei – der Kampf um sauberes Trinkwasser in den USA. In: srf.ch. 21. Mai 2021, abgerufen am 21. Mai 2021.
  24. ↑ M. J. Brown, S. Margolis: Lead in drinking water and human blood lead levels in the United States. In: MMWR. Suppl. 61, Nr. 4, 10. Aug 2012, S. 1–9. PMID 22874873
  25. ↑ Manouchehr Amini, Kim Mueller, Karim C. Abbaspour, Thomas Rosenberg, Majid Afyuni, Klaus N. MĂžller, Mamadou Sarr, C. Annette Johnson: Statistical Modeling of Global Geogenic Fluoride Contamination in Groundwaters. In: Environmental Science & Technology. Band 42, 2008, S. 3662–3668, doi:10.1021/es071958y.
  26. ↑ Manouchehr Amini, Karim C. Abbaspour, Michael Berg, Lenny Winkel, Stephan J. Hug, Eduard Hoehn, Hong Yang, C. Annette Johnson: Statistical Modeling of Global Geogenic Arsenic Contamination in Groundwater. In: Environmental Science & Technology. Band 42, 2008, S. 3669–3675, doi:10.1021/es702859e.
  27. ↑ L. Rodriguez-Lado, G. Sun, M. Berg, Q. Zhang, H. Xue, Q. Zheng, C. A. Johnson: Groundwater Arsenic Contamination Throughout China. In: Science. Band 341, 2013, S. 866–868, doi:10.1126/science.1237484.
  28. ↑ Groundwater Assessment Platform (GAP)
  29. ↑ Focus: Uran im Trinkwasser alarmiert Behörden. 5. August 2008
  30. ↑ Uran in Trink- und Mineralwasser. In: Gesundheitsamt Bremen. Abgerufen am 18. April 2016.
  31. ↑ Ein Beitrag zu Vorkommen und Herkunft von Uran in deutschen Mineral- und LeitungswĂ€ssern
  32. ↑ E. Stalder, A. Blanc, M. Haldimann, V. Dudler: Occurrence of uranium in Swiss drinking water. In: Chemosphere. Band 86, Nr. 6, Februar 2012, ISSN 0045-6535, S. 672–679, doi:10.1016/j.chemosphere.2011.11.022 (englisch).
  33. ↑ Vorkommen von Uran in Schweizer Trinkwasser. Lebensmittelsicherheit. In: Bundesamt fĂŒr Gesundheit (Hrsg.): BAG Bulletin. Nr. 12/12, 19. MĂ€rz 2012, ISSN 1420-4266, S. 206–207 (archive.org [PDF; abgerufen am 8. Juni 2017]).
  34. ↑ Verordnung des EDI ĂŒber Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugĂ€nglichen BĂ€dern und Duschanlagen (TBDV). In: Fedlex. Abgerufen am 8. Mai 2025.
  35. ↑ Leena Maunula, Ilkka T. Miettinen, Carl-Henrik von Bonsdorff: Norovirus Outbreaks from Drinking Water. In: Emerging Infectious Diseases. Band 11, 2005, S. 1716–1721, doi:10.3201/eid1111.050487, PMC 3367355 (freier Volltext).
  36. ↑ VKU FAQ (Memento vom 5. Mai 2014 im Internet Archive).
  37. ↑ Unterschiede beim Wasserpreis – Augsburg billig, Essen teuer.
  38. ↑ Robert Bösiger: Wasser kostet, aber nicht ĂŒberall gleich viel. In: Blick. Abgerufen am 8. Juni 2017. (gemĂ€ss Zitat Max Maurer, Leiter Siedlungswasserwirtschaft, Wasserforschungsinstitut Eawag)
  39. ↑ St.Galler Trinkwasser – der beste Durstlöscher. Stadt St. Gallen, abgerufen am 8. Juni 2017.
  40. ↑ Wasserversorgung. Gemeinde Altdorf, archiviert vom Original am 11. Februar 2006; abgerufen am 8. Juni 2017.
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  42. ↑ Markus Merk (AGW): KIT – AGW: WOKAM. 10. September 2017, abgerufen am 8. Dezember 2017 (deutsch).
  43. ↑ Nico Goldscheider, Neven Kresic: Karst hydrogeology home. Abgerufen am 8. Dezember 2017.
  44. ↑ BGR – WHYMAP. Abgerufen am 8. Dezember 2017 (englisch).
  45. ↑ BGR – WHYMAP – BGR, KIT, IAH, and UNESCO presented new World Karst Aquifer Map. Abgerufen am 8. Dezember 2017 (englisch).
  46. ↑ WasserqualitĂ€t – ErlĂ€uterung zu einzelnen Parametern, abgerufen am 21. November 2014.
  47. ↑ Dirk Asendorpf: Auf die Pore kommt es an. In: Zeit Online. 13. Februar 2009, abgerufen am 21. November 2014.
  48. ↑ UBA – Empfehlungen zur Reduzierung von Mikroverunreinigungen in den GewĂ€ssern, April 2018, abgerufen am 16. November 2024.
  49. ↑ Trinkwasser: Aus dem Rohr statt aus der Plastikflasche. Abgerufen am 21. November 2014.
  50. ↑ Hrsg. DVGW e. V.: Wassertransport und -verteilung. Oldenbourg Industrieverlag, MĂŒnchen 1999, ISBN 3-486-26219-X, S. 3–5.
  51. ↑ Jede fĂŒnfte Wasserprobe ĂŒberschreitet Grenzwert. (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) auf help-ORF.at vom 19. MĂ€rz 2015.
  52. ↑ Trinkwasser wird jetzt durch Verfassung geschĂŒtzt. Abgerufen am 2. Juli 2019.
  53. ↑ Ausreichend Wasser in bester QualitĂ€t | Bundesregierung. 16. August 2023, abgerufen am 14. Juli 2025.
  54. ↑ Wasserknappheit | Oxfam Deutschland. 31. Oktober 2023, abgerufen am 14. Juli 2025.
  55. ↑ Schmutziges Wasser: 1.000 Kindern sterben tĂ€glich an den Folgen | Presse. 19. MĂ€rz 2015, abgerufen am 14. Juli 2025.
  56. ↑ Konzept & Idee | EMAS International. Abgerufen am 14. Juli 2025.
  57. ↑ Einfache Methode zur Trinkwasseraufbereitung: SODIS | IngenieurbĂŒro fĂŒr Energieberatung in Taucha, Leipzig. Abgerufen am 14. Juli 2025.
  58. ↑ Ökobilanz von Trinkwasser – Hahnenwasser – Mineralwasser im Vergleich. In: ESU-services. Abgerufen am 12. Mai 2024 (deutsch).
  59. ↑ Ökobilanz Trinkwasser: Analyse und Vergleich mit Mineralwasser sowie anderen GetrĂ€nken. (PDF) Abgerufen am 12. Mai 2024.
  60. ↑ Ökobilanz von Trinkwasser und Mineralwasser in Deutschland. (PDF) Abgerufen am 12. Mai 2024.
  61. ↑ N. Jungbluth: Vergleich der Umweltbelastungen von Hahnenwasser und Mineralwasser. In: Gas, Wasser, Abwasser. Vol. 2006, Nr. 3, S. 215–219.
  62. ↑ VDI 2070
  63. ↑ DVGW e. V. (Hrsg.): DVGW-Information Wasser Nr. 81 Planung, Bau und Betrieb von Wasserverteilungssystemen unter dem Blickwinkel der Bewertung und Vermeidung von Aufkeimungserscheinungen. Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser, 2013, ISSN 0176-3504.
  64. ↑ Tino Reinhard: Bedeutung und Inhalt der DIN EN 1717 – Systemnorm regelt europaweit den Trinkwasserschutz. In: IKZ Haustechnik. Heft 13, 2006, S. 32ff.
  65. ↑ Die DIN EN 806-2 fordert eine Höchsttemperatur von 45 °C fĂŒr öffentliche GebĂ€ude. In Altersheimen und Einrichtungen fĂŒr Kinder sollten allgemein 43 °C und in Duschen 38 °C nicht ĂŒberschritten werden. Die VDI 3818 empfiehlt generell 40 °C fĂŒr öffentliche BĂ€der und Toiletten.
  66. ↑ FAQ Thermostatic mixing valves – Why is it important to have a thermostatic mixing valve? (Memento vom 20. September 2018 im Internet Archive), ESBE AB, Sweden
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